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| Team und Spiel |
Im Gegensatz zu den meisten mitteleuropäischen Ballsportarten kämpft man beim American Football nicht um Tore, sondern um Raumgewinn. Dieser, traditionell mit Yards bezeichnet, entscheidet hier über Sieg und Niederlage. Das ganze Spiel läuft in 4 Vierteln zu jeweils 12 Minuten ab. In dieser Zeit folgt immer auf eine Aktion, den sogenannten Spielzug, eine kurze Zeit der Pause, in der Entscheidungen über den Fortgang des Spiels gefällt werden. Situationen wie im Fußball, wo der Ball "läuft", haben beim American Football Seltenheitswert. Jeder Spielzug startet an einer imaginären Linie, der Line of Scrimmage. Deren Position wird durch das Ende des vorhergegangenen Spielzugs (das zu Boden bringen des Ballträgers durch die Verteidigung) bestimmt. Die Feldpositionen sind zu jedem Zeitpunkt klar vergeben. Immer kämpft eine elfköpfige Offense-Formation im Angriff gegen eine gleichstarke Defense-Formation des gegnerischen Teams in der Verteidigung. So muss jede Mannschaft über spezia
lisierte Gruppen für bestimmte Aufgaben verfügen. Neben Offense und Defense sind das noch sogenannte Special-Teams, die wieder aus jeweils 11 Mann bestehen. Deshalb sprengen die Teams, die hier gegeneinander antreten, meistens auch zahlenmäßig jeden Rahmen. Idealerweise ist jeder Teil eine Gruppe von Spezialisten und die wenigsten Spieler treten in mehreren Formationen an. Mannschaftsstärken von 60 und mehr sind in den USA an der Tagesordnung. Bei uns sind die Grenzen nicht so klar zu ziehen, und die Besetzung der Special-Teams erfolgt meistens aus den Reihen von Offense und Defense. Dennoch sind auch hier 40 Spieler keine Seltenheit. Aus der Vielzahl von Gruppen in einer Mannschaft resultiert die Tatsache, dass es beim Football auch nicht den idealen Spieler gibt. Sind beim Fußball die körperlichen Voraussetzungen für Jeden weitestgehend allgemeingültig, bietet American Football Platz für die verschiedensten Charaktere.
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